Wechsel an der Spitze der Festdamen
Um den nächsten Schritt auf dem Weg zum 150jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Prinkofen am letzten Aprilwochenende 2026 zu gehen, trafen sich am 26. Juli 2025 die aktiven und passiven Mitglieder am Feuerwehrgerätehaus. Nach einer kurzen Ansprache durch Festleiter Michael Ernst machte sich die Gruppe samt Fahne, Standarte und Taferl auf, um bei Evi Reiner um die Übernahme des Amtes der Festmutter zu werben. Verstärkt wurde die Wehr dabei durch Maria Wittmann, Festmutter vom 125jährigen Gründungsfest, und ihren Festdamen, Schirmherrn Ludwig Robold, der Blaskapelle Container Blech und den Böllerschützen der Birkhahnschützen Jellenkofen.
Am Hof der Familie Reiner angekommen wurde die Wehr herzlich von der Auserkorenen, samt Familie und den künftigen Festdamen, empfangen.
Der Marsch alleine, den die Wehr trotz drohenden Regens auf sich genommen hatte, konnte Evi Reiner noch nicht zur Übernahme des Amtes bewegen. Um sie zu erweichen trugen der Festausschussvorsitzende Michael Ernst, die Vereinsvorstände Thomas Heckner und Willi Wittmann jun. sowie die Kommandanten Tobias Florian und Florian Summer das Begehr der Wehr, traditionell knieend auf einem Holzscheit, vor.
Bevor Evi Reiner den Kameraden ihr „Ja“ gab, musste die Gruppe jedoch Engagement zeigen und einige Aufgaben absolvieren. So hatte die Führungsriege gleich zu Beginn das schwere Los zugeteilt bekommen, im direkten Wettkampf gegeneinander eine Goaßmaß aus einem Tränkeeimer für Kälber auszunuckeln. Diejenigen, die es nicht schafften und ein „Norgerl“ stehen liesen, durften sich erst nach einer weiteren Aufgabe erheben. Die noch auf dem Scheit Verbliebenen mussten nun beweisen, dass sie sich ausreichend mit den angehenden Festdamen beschäftigt haben. Hierfür musste eine Auswahl der Damen namentlich benannt werden, was auch problemlos gelang und sie damit erlöste.
Beim nächsten Spiel durfte dann der ganze Ausschuss gegen die Festdamen antreten. Die Mitglieder mussten im Wechsel mit einem Bobbycar einen Parcours durchfahren, um dann das Wasser aus einem mitgeführten Maßkrug in einen Eimer zu schütten und dann das Gefährt zum Startpunkt zurückzufahren. Ziel der Aufgabe war, den Eimer möglichst schnell zu befüllen. Mangels der üblichen Sonderrechte für Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz und vielleicht auch aufgrund von Gewichtsvorteilen oder besserer Beweglichkeit konnten die Festdamen hier punkten und das Spiel für sich entscheiden.
Als letzte Aufgabe musste sich die Wehr dann noch in Ihrer Kernkompetenz beweisen und ein Feuer löschen. Das brennende Gebäude wurde hier durch Kerzen simuliert, doch statt Hydrant, Pumpe, Schläuchen und Strahlrohr standen den Kameraden nur kleine Wasserpistolen zur Verfügung, die mittels Spritzen mit Wasser befüllt werden mussten. Trotz der handlichen Gerätschaft konnte der Brand schnell gelöscht werden. Evi Reiner zeigte sich mit der erbrachten Leistung vollauf zufrieden und stimmte der Übernahme des Amtes jetzt auch gerne zu.
Bevor die frisch gebackene Festmutter mit den über 100 Anwesenden in den gemütlichen Teil der Veranstaltung überging, trugen, als Überraschung, Ehrenvorstand Josef Summer, Ehrenkommandant Franz Hanusch, Willi Wittmann sen. und Ehrenmitglied Bernhard Linbrunner, selbst alles Mitglieder des Festausschusses des letzten Gründungsfestes, der Gruppe gekonnt ein Loblied auf die Prinkofener Feuerwehr, deren Festdamen und Festmutter vor, in dessen Refrain bald auch alle Gäste miteinstimmten. Eine besondere Freude war es den Sängern dabei, in Ihren Strophen Maria Wittmann, die jetzt offiziell nicht mehr Festmutter der Wehr ist, den einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft mitzuteilen, sie zur Ehrenfestmutter zu ernennen, was die ehemalige Festmutter sichtlich erfreute.
Zu späterer Stunde ließen es sich auch die Maria Wittmann und die Festdamen von 2001 nicht nehmen, als weiteres Highlight mit einer Tanz- und Gesangseinlage noch mehr Schwung in die Veranstaltung zu bringen.
Dass der Schwung nicht nur bis in die späten Abendstufen, sondern bis in die frühen Morgenstunden reichte, zeigte, dass auch diese Veranstaltung wirklich gelungen war, was die Vorfreunde der Wehr auf den nächsten großen Meilenstein auf dem Weg zum Gründungsfest, dem Patenbitten im September, weiter steigert.

